The Hobbit - Der Film

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Rescrus
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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Rescrus » 12.12.2014, 20:56

Faramirs hat geschrieben:Es mag sein das stimmt was du sagst , bis auf eines Martin Freeman ist der schlechteste Schauspieler den man hätte nehmen können. Der alte Billboard war so genial . Man ist doch kein guter Schauspieler wenn man ein paar dümmliche Gesten macht , die von Ronald McDonald stammen könnten. Der Herr der Inge das waren noch Schauspieler.
Martin Freeman kann nichts.

Sicher das du im Hobbit-Film warst?
Martin Freeman ist definitiv ein guter Schauspieler, der einiges auf dem Kasten hat und ich kann dies bezüglich Darth Vanarius nur zustimmen: Ohne ihn wäre der Film weitaus schlechter.
Gerade für Besetzung hat Peter Jackson ein Händchen, nicht nur Hobbit oder HdR sondern zum Beispiel auch In meinem Himmel, Braindead oder King Kong.
Hast du andere Filme/Serien mit Martin Freeman schon gesehen? Kann man sich wirklich antun, seine Arbeit ist sehr gut. (Zum Beispiel Sherlock)
Die Behauptung "Martin Freeman kann nichts." ist einfach nur falsch.
Der "alte Bilbo" (Ian Holm) ist definitiv ebenfalls für die Rolle sehr gut geeignet, bis auf die Tatsache das Ian Holm nunmal 83 Jahre alt ist und er einfach nicht in der körperlichen Verfassung gewesen wäre für diese Rolle.

"Der Herr der Inge das waren noch Schauspieler."
Mh, Christopher Lee, Hugo Weaving, Ian McKellen ... kommen nicht im Hobbit vor? Oder Orlando Bloom?

Richard Armitage als Thorin, Lee Pace als Thranduil und Benedict Cumberbatch als Smaug machen ihre Rollen erstklassig. Oder Sylvester McCoy als Radagast. Das sind nicht nur Namen sondern Schauspieler mit Können.
Entschuldige, aber bitte erweiter deinen Horizont, was Schauspiel betrifft.

Was allerdings zu dieser Schlussfolgerung beigetragen haben könnte ist vielleicht, dass man hier und dort nicht einfach nur das Spiel der Darsteller genommen hat sondern Stimme etc. stark bearbeitet hat. Gerade bei Thorin merkt man das oft, er muss düster klingen, also machen wir seine Stimme mal tiefer, lauter und kräftiger. Ich denke ein guter Schauspieler kann auch durchaus ohne diesen Schnickschnack seine Rolle überzeugend rüberbringen. Dezent eingesetzt ist es auch noch in Ordnung, doch für meinen Geschmack war es zu oft.
Des weiteren bleiben beim Hobbit Dialoge extremst auf der Strecke und in den Action-Szenen kommt von dem Können des Cast natürlich nicht alles zum Vorschein. Wir haben ja hier keine Stallones.
_______________________________________________________________________________________
!!!ACHTUNG SPOILER!!!
    Generell zum Film:
    Er hat mich gut unterhalten, hatte bei wenigen Szenen sogar Gänsehaut (Smaug stürzt sich auf Esgaroth). An Action-Szenen waren ebenfalls einige gute dabei, beispielsweise der Endkampf von Thorin und Azog war nicht schlecht und Dain "The Headbutter" hat ebenfalls kräftig ausgeteilt.
    Ich finde der letzte Teil hat dennoch folgende Probleme:
    - Schnell zum Abschluss kommen
    Das Buch wurde auf drei Filme ausgedehnt, wo man sich im ersten Teil noch viel Zeit genommen hat, war im zweiten und im dritten noch mehr Eile vorhanden. Heißt Dialoge blieben auf der Strecke, ganze Szenen bestanden nur aus dem Zitieren der Herr-der-Ringe-Triologie (Dol Guldur war was das betrifft sehr schwach). Natürlich darf ein Regisseur seinen Film anders strukturieren als das Buch, allerdings waren diese Zusätze im dritten Teil am schlechtesten umgesetzt, was sehr schade ist.
    - CGI, so weit das Auge reicht
    Versteht mich nicht falsch CGI kann extremst gut sein (PotA-Prevolution, Godzilla, beide 2014), allerdings hat man es auch hier wieder zu sehr gesehen, dass es welches war. Ich war in der 2D-Vorstellung und man hat zum teil sogar bei manchen Erebor Szenen sehr deutlich gesehen, dass die Darsteller nur vor einem Greenscreen stehen. Auch bei den Kampfszenen ist das sehr schade, wo bei HdR noch viel choreographiert war. Man hat sogar einen ganzen toten Mumak in die Landschaft gesetzt.
    - Tolkien-Dialoge gut, Jackson-Dialoge meh!
    Wie bereits gesagt, hat mich das großzügige Zitieren der HdR-Filme bei manchen Szenen sehr gestört, eine Anspielung ist gut und schafft Wiedererkennungswert, was man allerdings gesehen hat ist zum Teil fast schon faules Nachplappern (der eigenen Filme). Bei diesen eigenen Handlungsstränge Jacksons merkt man irgendwie, dass die Luft raus ist.

    Das sind die Dinge die mich besonders störten (auf Tauriel und Kili möchte ich nicht eingehen).
    Was ich noch sinnvoll fand ist die Änderung, dass Thorin Azog tötet. Laut Buch tötet Dain vor den Toren Morias Azog, Thorin stirbt gegen Bolgs Leibgarde und Dain tötet noch Bolg. Es ist dramaturgisch natürlich sinnvoller, dass der "große Held" den man drei Filme lang als solchen vorstellt nun auch den Hauptantagonisten tötet, anstatt dass irgendein neuer Charakter daher kommt und das tut. Dann müsste man die Story anders aufziehen als man es getan hat.

    Alles in allem war es dennoch schön nochmal in Mittelerde zu sein, auch wenn der Film mich nicht vom Stuhl gehauen hat und auch diese Gefühl, was die HdR-Filme erwecken, nicht hat.
    Ich war zwar traurig, aber eher weil man viele Chancen ungenützt aber dafür zuviel Kraft in meiner Ansicht nach Unnötigkeiten gesteckt hat.

Werde ihn mir bestimmt nochmal ansehen und ich kann es jedem hier empfehlen, ihn sich anzuschauen.

mfg, Tim

PS: Wenn hat Legolas' Flug mit der Fledermaus noch an King Kong erinnert?
That´s what I´m Tolkien about:
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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Beregond » 13.12.2014, 15:30

Ich war gestern Abend im Hobbit und muss sagen das ich ihn unglaublich schlecht fand.
Der Film hat für mich absolut nichts mehr mit HdR zu tun. Ich hab die Tage mal zu einem Freund von mir gesagt, ich mag keine Fantasyfilme und er guckte mich komisch an weil ich HdR so geil finde. Jetzt waren wir gestern in dem Film und jetzt weiß er warum ich Herr der Ringe so mag.
Der dritte Hobbit ist einfach nur ein mit viel zu Action aufgeladener Fantasyfilm, viel zu hektisch viel zu wenig Story. Und es gibt einfach so dermaßen viele Szenen die sowas von unrealistisch sind. Der Kampf zwischen Legolas und Bolg hat da dem ganzen die Krone aufgesetzt. Bei mir im Studium heißt es immer, der Computer ist ein gutes Hilfmittel, aber er darf nicht zum bestimmenden Element werden. An dem Satz ist ne Menge dran...

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Cylchírion
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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Cylchírion » 14.12.2014, 22:31

Da nun auch ich im Film war, möchte ich mich ein wenig mitteilen, auch was bereits gesagt und geschrieben wurde über den Film.

Bis dato war es der schlechteste aus der Reihe!
Dies liegt aber mMn nicht mal an den Umsetzungen einiger Szenen, Physik wurde hier angesprochen, das habe ich schon schlechter gesehen. Hätte nicht sein müssen aber ist noch zu ertragen. Es liegt eher vielmehr an der Laufzeit. Kaum Zeit zum Luftholen da das Tempo sehr rasch ist.
Was aber schlimmer ist: Es gibt zu viele Logiklücken! Man bedenke eine einfache: Was hat Bilbo da auf einmal alles dabei als er nach Hause kommt? Oder was viel offensichtlicher ist, wenn man den Film schon gesehen hat: Fast keine Szene aus den Trailern, ist im Film!!! :kotz:
Und das man keine richtige Person im Film hat, der man wirklich folgen kann, liegt vielleicht an der Tatsache, das es ein wenig mehr sind als "nur" 13 Zwerge und ein Hobbit!
Also die halbe Stunde die der angekündigte Extended Cut bringen soll, muss da viel gutmachen. Geschweigedenn Beorn seinen rechtmäßigen Platz einräumen! :yes:

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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon SohnEorlingas » 17.12.2014, 19:16

Nun, als großer Tolkien Fan möchte ich nun auch meine Kritik über den nun vorerst letzten Mittelerde Streifen zu Besten geben.... Oder ich beschreib einfach mal den Film kurz:

Feuer, Drache tot....Laber Laber.... 3 Millionen Elben sind da!.... Laber Laber....

Kurz ein bisschen Rat und Ringgeistaction! .... Zwerge kommen ran, mit einem Feldherren auf Schwein

10 Millionen Orks kommen, fette Effekte, epische Szenen, Legolas alias Batman/Gott, unheldenhafte Tode, Schlacht, Schlacht, Schlacht, Ende.Schluss. Bilbo geht. Fertig...

Alle in allem war mein Film/Kinoherz erfreut... Mein Tolkienherz wurde zerhackt, zerstückelt, gefressen und wieder ausgespuckt!
Smaugszenen gingen noch, war nicht so viel zu meckern, doch die Schlacht war zu kunterbunt, Helden wie Dain, Legolas oder Thorin viel zu OP.... Und Dain auf einem Schwein... Geschrien hab ich! Im Saal hab ich geschrien....Dann kamen diese Blöckköppe! Einfach so standen die da.... Tolles Popcornkino, schlechtes Mittelerde.... Leider....

P.S.:
Thranduil baute ja eine Brücke zu Aragorn auf,.... Ich vermute noch eine Trilogie in den jungen Aragorn Jahren, vielleicht....
Weiter, weiter ins Verderben
Wir müssen leben bis wir sterben
Der Mensch gehört nicht in die Luft
So der Herr im Himmel ruft
Seine Söhne auf dem Wind
Bringt mir dieses Menschenkind

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Urlag
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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Urlag » 19.12.2014, 13:49

So, ich hab den Film jetzt mal ne Woche setzen lassen, und sage auch nochmal was dazu...

alles in allem: der Film war in Ordnung, man kann ihn sich ansehen. Richtig gut war er nicht, aber ich würde nicht sagen das er scheize war.

Mir gefiel das der Film durchgängig die Spannung halten konnte, und ich fühlte mich als Zuschauer auch nicht gehetzt.

Der Anfang mit Smaug war ganz cool, allerdings geht's hier schon los mit den Logikfehlern, von denen der Film einige hat.

Wo ist die Windlanze, die man zuvor noch in Seestadt stehen sah? Und warum wird diese nicht benutzt ... noch dazu ... dieser riesige schmiedeeiserne schwarze Pfeil ... mit einem normalen Bogen schon völlig unmöglich ... aber mit einem zerbrochenen? Sollte vielleicht "cool" aussehen, geht aber schon arg ins lächerliche über, ist einfach unrealistisch.

Ja, ich weiß das es in einer Fantasystory mit Drachen, Orks, Magie und Elben nicht gerade um Realismus geht, aber "Herr der Ringe" hatte alles richtig gemacht, hatte immer so einen richtig dosierten "Scheinrealismus" ... etwas wofür man im Hobbit irgendwie kein richtiges Gefühl mehr hatte.

Wo wir gerade bei felendem Realismus sind .... die schlimmste, lächerlichste, beschizzenste Stelle in Film: Legolas' Kampf auf diesem komisch horizontal hängenden Turm ... also wirklich ... wie kann irgendjemand das überhaupt gut finden? ... naja, nicht weiter aufregen.

viele andere logigfehler wurden schon genannt, z.B. Arkenstein, wo kommen die Widder her etc. was zum nächsten führt ... warum hat man das Heer aus den Eisenbergen so extrem gekürzt? Im Trailer sah man die Widderreiter, Ballisten, Streitwagen ... im Film sind es gerade mal paar wenige Hundert Leute Fußvolk ... hatte mir da ernsthaft mehr erhofft.

Was nach der Schlacht, von der man zwar einiges sieht, aber irgendwie auch viel zu wenig, mit dem schatz und dem erebor passiert, bleicht für den Kinozuschauen der die geschichte nicht kennt völlig offen. das ist enttäuschend.

Die Tauriel-Geschichte, die von vielen kritisiert wird, finde ich wiederum recht stimmig, und hat mir ganz gut gefallen.

Und mein allergrößter kritikpunkt: CGI ... alles was Peter Jackson beim Herrn der Ringe richtig gemacht hat, hat er hier falsch gemacht ... der Bildschirm wimmelt nur so von Computerpampe, und in einer Form die auffällt. Wie viele echte Leute in Orkkostüm gab es? Fünf? Drei? ... vllt. mehr, aber auch, oder vor allem ein Azog als Hauptantagonist sieht computeranimiert einfach nur Scheize aus ... da ist mir ein Lurz oder Gothmog, wo sich noch jemand unter nem Gummikostüm kaputtschwitzt tausendmal lieber.
CGI ist was für Massenszenen, nicht für Nahaufnahmen.

Ich bin gespannt auf die SEE, und ob die noch irgendwas herausholt ... aber ich glaube nicht dass das mein Lieblingsfilm wird.
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Rotes Auge
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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Rotes Auge » 22.12.2014, 05:08

Hi,

ich enthalte mich vorerst, was eine Einschätzung zum Film angeht, denn ich werde mir mein endgültiges Bild erst nach Sehen der Special Extended Edition machen, da ich glaube, dass PJ mit dieser Kinoversion einfach nicht rechtzeitig fertig wurde und deshalb so viele Szenen aus dem Trailer fehlen und das Ende so wahnsinnig schnell abgehandelt wird.

Mir ist allerdings beim zweiten Mal anschauen am Ende etwas aufgefallen: Bifur hat keine Axt mehr im Kopf!
Ich habe extra darauf geachtet, nachdem ich die neuen Regeln für die Champions des Erebor gelesen hatte, und es stimmt tatsächlich. Bofur wird wohl irgendetwas mit dem Axtstumpf in Bifurs Kopf anstellen.
Ich bin schon sehr gespannt :)
Studieren, studieren, studieren....

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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon bartman » 23.12.2014, 10:38

ich habe den film gestern gesehen und kann die allermeisten kritikpunkte die man immer wieder liest nicht teilen. weder empfand ich ihn als zu hektisch, noch hat das cgi übermäßig gestört. nur bei den elben hatte ich den störenden eindruck einer copy-and-paste-arbeit. klonarmeen sollten bei star wars bleiben. das die story sehr kurz war liegt einfach in der natur der sache. was will man bei einem film über eine schlacht denn noch groß erzählen? die vorgeschichte?^^ oder den weg des halblings nach der schlacht nach hause? wirklich gestört hat nur legolas auf, unter, hinter und neben der brücke. das war mal schwachsinn hoch drei. aber das ist man von legolas ja gewohnt. die adler am ende...nun ja. toll fand ich die taktischen möglichkeiten der orks und wie befehle gegeben würden. das hätte ich so von den uruks und orks nicht erwartet. viel potential wurde verschenkt, so manches logikloch war drin, aber alles in allem ein solider film, den ich gerne wieder anschaue. dann werde ich mal die 3 mio. elben und die 10 mio. orks suchen. irgendwo müssen die ja gewesen sein....

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Gotzmog
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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Gotzmog » 23.12.2014, 19:21

Achtung: Spoiler!

Ich hab's mir gestern auch angetan. Nach 13 Jahren kann man halt nicht einfach beim letzten Teil aussteigen. Jedenfalls war ich beim Rausgehen sehr traurig. Leider nicht aufgrund der Tatsache, dass die Reise jetzt zu Ende ist, sondern weil hier mit der Hobbit-Trilogie ein unglaubliches Potenzial in einem seelenlosen CGI-Feuerwerk verschossen wurde, und der letzte Film bildet da keine Ausnahme.

Das Gute an "Battle of the Five Armies" ist zunächst einmal, dass er nicht so schlecht wie der Totalsausfall von letztem Jahr ist. Aber das unterirdische Niveau von "Desolation of Smaug" wäre auch schwer zu unterbieten gewesen. Der dritte Teil krankt an den gleichen Schwächen: Komplett eindimensionale, durchweg unsymphatische Charaktere, austauschbare Gegner, unübersichtliche, viel zu lange CGI-Kämpfe ohne jedwede Dramatik... die Liste ließe sich fortsetzen. Zumindest hatte ich den Eindruck, dass die ruhigen Momente diesmal zeitlich besser eingefügt waren und der Fluß somit ein nachvollziehbarer war als beim völlig chaotischen "Desolation of Smaug". In den nachdenklicheren Momenten hatte der Film dann durchaus einige starke Szenen zu bieten, wie z. Bsp. das Gespräch zischen Thorin und Dwalin. Leider wurden das Potenzial dieser Szenen gleich im Anschluss entweder durch peinliche Gageinlagen (s. Alfrid) oder durch den nächsten nervigen Legolas-Stunt im Keim erstickt.

À propos Alfrid und Legolas: Wie kann es sein, dass diese beiden Figuren, die storytechnisch komplett fehl am Platz sind, einen Drittel der Spielzeit einnehmen, während Bilbo, die Zwerge oder Gandalf diesmal gänzlich zu Statisten verkommen? Außer Thorin, Dwalin, Balin, Fili und Kili besitzt glaube ich keiner der Zwerge auch nur eine Dialogzeile im Film. Alfrids Dauerpräsenz ist vor allem nervig, da seine Rolle in keinem Abschluss mündet oder seine Figur irgendeine Funktion in der Story erfüllt. Die Einsätze von Legolas waren eher ein wohlbekanntes Übel, dass man halt gähnend über sich ergehen ließ.

Das größte Manko war aber, und da kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen, die Schlacht an sich. Ich glaube es war ein großer Fehler, die Geschehnisse auf gleich drei Schauplätze aufzuteilen. So bestand der Hauptteil des Filmes letztlich nur aus einer endlosen Abfolge von Bluescreen-Kampfeinlagen, die spätestens nach den ersten Minuten zu langweilen begannen. Die Dramatik war wie bei der Flucht aus Goblinstadt oder der Fässerjagd gleich null, da die Protagonisten sich letztlich nur durch endlose Horden von Orks kämpften. Kein Vergleich zur Belagerung von Helms Klamm, die perfekt in die Storyline eingefügt war und trotz ihrer Monumentalität nichts von ihrer Dramatik einbüßte. Absolut traurig und schockierend war für mich die Nicht-Präsenz von Beorn. Die vielleicht ergreifendste Szene aus dem Buch, die Bergung Thorins und der Tod Bolgs durch Beorn, werden komplett weggelassen und auf einen 5-Sekunden-Statisten-Auftritt Beorns reduziert.

Ingesamt war es ernüchternd zu sehen, wieviel Zeit Peter Jackson mit unnötigen Charakteren und Kampfszenen vergeudete, nur um dann die wichtigsten Szenen entweder auszulassen oder in wenigen Sekunden abzuhandeln. Das viel zu kurze Ende war für mich der eigentliche Höhepunkt des Films, aber nur weil ich dort wegen den zahlreichen HdR-Referenzen zum ersten Mal gemerkt habe, dass ich eigentlich in einem Mittelerde-Film sitze.

Der Kampf am Rabenberg hätte noch großes Potenzial gehabt, wurde aber durch den Legolas vs. Bolg-Kampf zu sehr in die Länge und ins Lächerliche gezogen. Trotzdem hat mich die Tatsache überrascht, dass Peter Jackson Kili und Fili (für die Verhältnisse der Trilogie) einen sehr harschen Tod sterben ließ. Der Kampf von Thorin gegen Azog war letztlich auch zu spannungsarm, da der Erzfeind nunmal ein austauschbarer Computer-Ork war. Emotionen Fehlanzeige. Da hat auch die sehr platte Tauriel-Einlage kaum etwas dran ändern können.

Insgesamt lässt mich die Hobbit-Trilogie also aufgrund des vergeudeten Potenzials und des fehlenden Mittelerde-Feelings enttäuscht zurück.
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Cylchírion
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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Cylchírion » 23.12.2014, 20:13

Gotzmog hat geschrieben:Die vielleicht ergreifendste Szene aus dem Buch, die Bergung Thorins und der Tod Bolgs durch Beorn, werden komplett weggelassen und auf einen 5-Sekunden-Statisten-Auftritt Beorns reduziert.


Man kann ja auch noch auf den Extended Cut hoffen. Bei einer zusätzlichen länge von 30 min. kann da gut und gerne einiges wieder gutgemacht werden!
Gerade bei "The Desolation of Smaug" hat man doch im Nachhinnein gesehen, das da viel gutes noch kam. Alleine für Beorn waren mehr Szenen drinn. Was schlussendlich auch mehr Sinn gemacht hat. (Thrain hat mich jedoch ein wenig verwirrt :?)
Anders sollte es hoffentlich auch bei "The Battle of the Five Armies" nicht werden. Klar sind einige Einlagen nicht gut gelaufen (Alfrid/Legolas) Aber die Umsetzung vom Kampf zwischen Thorin und dessen Tot, waren, auch wenn nicht ganz Buchgerecht, mMn recht befridigend. Leider zwar auch nur das, aber es hätte wesentlich schlimmer ausgehen können. Ich bin gespannt auf den Extended Cut!

Und was die Zwerge angeht: vergiss Bofur nicht! :beer:

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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Ritter von Umbar » 23.12.2014, 22:55

Soo nachdem ich mir den Filn nun lang genug durch den Kopf gehen lassen habe möchte ich hier auch einmal meine Meinung kundtun...

Aus meiner Sicht ist der 3. Teil (laut Aussage so ziemlich aller Menschen in meinem Umfeld ach so tolle Film) der Hobbit Reihe eine absolute Enttäuschung (das liegt natürlich auch an meinen Erwartungen an den Film).
Ich kann absolut nicht nachvollziehen wie man in einem Trailer Szenen zeigen kann, die dann im Kinofilm nicht vorkommen! Aus meiner Sicht ist das *Mama hat mich nie lieb gehabt.*... Wo ist der Streitwagen, wo die Zwergenkavallerie?

SPOILERALARM:
Wie auch viele von euch haben auch mich die vielen Actionsequenzen mit Legolas oder die furchtbare Hirschszene mit Thranduil etc. etc. etc. total genervt. (Ich weiß nicht ob das schon jemand gesagt hatte aber.. Wie Azog zum Schluss wieder aus dem Wasser SPRINGT... nen Meter oder mehr hoch.... OHJE.
Die meisten Zwerge hatte mal wieder auch nichts zu melden und statt mit den tollen Rüstungen in die Schlacht zu ziehen... zieht man sie lieber wieder aus und kämpft ohne.
Auch Logik muss man im gesamten Film oft leider mit der Lupe suchen... Ich meine: schön und gut das man mit Berziegenhupfdolen so schön den Berg hochkommt... aber wo zum Geier kommen die bitte her?.. Wenn Gandals Stab im 2. Teil kaputt geht.. wieso hat er jetzt einen neuen (der noch dazu verdammt nach dem von Radagast aussieht)?... Wenn Orks on Mass in Thal rumlaufen... warum läuft eine Straße daneben, wo die Kinder sind so gut wie gar keiner?..

Der Abschied zwischen Bilbo und den Zwergen ist mehr als lächerlich kurz.. Die Zwerge haben im warsten Sinne nichts zu melden... Dain... der gefiel mir persönlich einfach nicht.... Wieso sehen alle Orks nicht mehr aus wie die Orks die ich kenne?... was sind das für komische Würmer?

Achjaaaa ich kann mich stundenlang über diesen Film aufregen.. dabei hat der Film natürlich auch gute Szenen... nur halt nicht viele... Viele Dialoge waren sehr nett, alle die sterben sollten (mussten) sind auch gestorben... und als Fan hat mir besonders die Versteigerung zum Schluss sehr gut gefallen.. Aber das reicht meiner Meinung nach einfach nicht um den Film zu retten, weder als Buchverfilmung noch als Fantasyfilm.

MfG RvU :cry:

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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Don Antonio » 27.12.2014, 14:31

Wenn Gandals Stab im 2. Teil kaputt geht.. wieso hat er jetzt einen neuen (der noch dazu verdammt nach dem von Radagast aussieht)?


Denk mal scharf drüber nach ;)


Hm... Ich war mit dem Film eigentlich ganz zufrieden, ein würdiger Abschluss der Hobbittrilogie. Natürlich gab es einige Logiklöcher um der Action willen, aber da kann die Extended Cut bestimmt mit aufräumen. Alles in allem ein Film im spektakulären Mittelerde, dass der kleine Hobbit nicht an HdR rankommt, war ja klar :)

LG,
Don Antonio
Da nahm Aule einen großen Hammer, um die Zwerge zu zerschmettern, und er weinte.

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Earendur
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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Earendur » 27.12.2014, 19:55

Hi,

ich habe mir den Film vor einer Woche angesehen und habe ihn setzen lassen, damit ich ein möglichst gute durchdachte Meinung zum Film habe, ich werde es aber jetzt gleich auf die ganze Trilogie ausweiten, ich weiss nicht mehr ob ich bereits einmal hier einen der Filme bewertet habe, aber ich denke es hat sich nicht viel geändert an meiner Meinung zu den Filmen:

The Hobbit - An Unexpected Adventure

Ein guter Auftakt, es werden alle soweit relevanten Charaktere vorgestellt, die Stelle mit dem Rätselwettstreit wird sehr gut umgesetzt, ebenso die mit den Trollen, Orks bereits als Gegner (Bedeutung des Vorhabens wird somit hervorgehoben), ein wenig störend: Radagast, für einen Istari hätte ich ein wenig mehr erwartet, jedoch verstehe ich dass zu Saruman und Gandalf ein wenig Kontrast nötig war, die Goblins und Goblinstadt mir gefiel der Goblinkönig nicht, aber das ist der grösste Kritikpunkt am ganzen Film den ich habe
Gesamtstimmung ist hier noch sehr farbig und fröhlich, dadurch waren hier viele enttäuscht da nicht dieselbe Dramatik wie im Herrn der Ringe vorhanden war.

The Hobbit - The Desolation of Smaug (Englisher Titel VIEL besser)

Ein schwieriger Anschluss, sehr rasant zu Beginn, soll den Zuschauer mitreissen, funktioniert auch teilweise gut
Was fand ich gut: die Odysse durch den Düsterwald, die Natur dieses magischen Waldes wurde für mich sehr gut eingefangen, Herkunft der Nazgul, nicht Buchgetreu jedoch für viele Zuschauer eine nötige Erklärung und eine weitere Brücke zum LotR, Dol Guldur, Beorn, Umsetzung von Esgaroth, und vor allem Smaug! Benedict Cumberbatch war die beste Besetzung für Smaug!
Was fand ich weniger gut: die Flucht mit den Fässern war mir zu übertrieben, hier wäre mir die Buchvariante lieber gewesen, Beorn hätte mehr Zeit verdient, die vielen Unterschiedlichen Handlungsstränge, auch zum Schluss der Kampf Legolas/Bolg, die fehlende Logik im Erebor (Goldfluss? Smaug der Goldene?), und der Cliffhanger mit dem langen warten auf Teil 3
Stimmung ist hier ziemlich klar vom fröhlichen farbigen zu Beginn, zum eher düsteren ein wenig bedrückten und kalten gegen Schluss, mit einem Auf und Ab

The Hobbit - The Battle of the Five Armies

Nunja, was erwartet man? Ein Film in dem es um eine Schlacht geht vor allem, und diese ist vorhanden. Leider hätte ich mir eine Schlacht mit der Dramatik wie die Belagerung von Minas Tirith erwartet, hier war ich ein wenig enttäuscht da sie doch nicht so voller Wendungen und unterschiedlichen Heldentaten war.
Was mir gefiel: Smaug, wieder einmal, sein dramatischer Tot, eigentlich alles in allem seine ganze Darbietung, Bard als Anführer wider Willen der natürlich sofort so Schleimer und Mitläufer wie Alfrid anzieht, Darstellung von Thorins Wahnsinn, Taktik der Orks (einmal etwas sehr ausgefeiltes, vor allem für Orks) war jedoch auch zu erwarten von einem Ork der mit Sauron per Du ist (so quasi ;) ) Das Elbenheer, der Schildwall der Zwerge, Angriff der Elben, das Schlachtschwein von Dain! (Ja das gefiel mir sehr, vor allem da Dain auch als ein wenig verrückt dargestellt wurde) Das Thorin Azog tötete und nicht Dain, die Gier aller nach den Reichtümern des Berges, die Versteigerung von Beutelsend (die Silberlöffel die Lobelia mitnimmt :fun: ), und natürlich der weitere Brückenschlag zu LotR
Was mir weniger gefiel: die Werwürmer, nunja, es ist eine Fantasy Welt und Tolkien hoffte auch darauf, dass wir unsere eigenen Dinge hineindenken, jedoch hatte er auch eine Theorie zur Sekundärwelt (Fantasywelt) diese sollte so realistisch wie möglich sein damit sich der Leser/Zuschauer möglichst einfach hineinversetzen kann, die Werwürmer überspannen diesen Bogen, ebenfalls störte mich das Bilbo vor der Beisetzung Thorins ging, was passierte mit dem Arkenstein? wohin gingen die Elben nachdem Thranduil sagt es solle kein Elbenblut mehr vergossen werden? (Die Handlung verschiebt sich ab dem Punkt auf den Rabenberg deshalb sehen wir kaum mehr etwas von der Schlacht, ein weiterer Kritikpunkt) auch was nach der Schlacht passiert, ob die Menschen von Thal und die Zwerge zusammenarbeiten oder nicht wäre interessant gewesen. Auch die verkleinerten Rollen der anderen Zwerge ist ein wenig störend, jedoch sind diese auch im Buch auf ein Minimum reduziert.
Die Stimmung dieses Teiles ist nun vollends düster und bedrohlich, man könnte ihn am ehesten mit den Szenen von Frodo und Sam durch die Totensümpfe vergleichen, entsprechend sind die Farben düstere und weniger satt als zu Beginn, dies hebt sich aber auch wieder auf nachdem Bilbo wieder zuhause ist.


Alles in allem gefiel mir das ganze sehr gut, ich muss erwähnen dass ich nur die Kinofassung jedes Filmes gesehen habe, alle auf Englisch und zwei der 3 in 3D, den ersten auch auf Deutsch, den dritten wahrscheinlich auch noch auf Deutsch wenn es sich ergibt, und seither keine DVD oder Bluray angesehen habe, da ich auf das Boxed Set mit allen SEE Bluray warte.
Auch muss ich sagen dass mir das Buch schon nicht so sehr gefiel wie der Herr der Ringe, es ist nunmal ein Kinderbuch und hat nicht viel gemein mit der erwachsenen Nüchternheit des Herrn der Ringe
Was mir hier auch auffiel, PJ wurde oftmals kritisiert weil er aus einem Buch 3 Filme machte, und beim LotR wurde er kritisiert, dass er die Bücher in den 3 Filmen nicht richtig umsetzen konnte, nun, man kann es anscheinend nicht allen recht machen ;)

Für mich wird diese Trilogie nicht denselben Stellenwert erreichen wie LotR aber ich freue mich bereits jetzt schon auf das unausweichliche:
Einen ultimativen Tolkien Marathon:
- Born of Hope (Fanfilm)
- Hobbit Trilogie SEE
- The Hunt for Gollum (Fanfilm)
- LotR SEE

Und ich denke wir sollten froh sein, dass "unsere" Fantasywelt so ausgiebig und grossartig umgesetzt wurde!
(Da haben mich die Harry Potter Filme viel öfters enttäuscht als ehemaliger Potter Fan)
Greetz Earendur

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Wangel
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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Wangel » 28.12.2014, 18:08

Ich bin grade frisch angemeldet hier im Forum, ein "stiller Mitleser" bin ich schon seit 3 oder 4 Jahren, und möchte nun auch einmal meine Meinung zum letzten Teil wieder geben.
Zunächst einmal der Hinweis, dass mein Beitrag einige Spoiler enthalten wird und ich nur auf einige Szenen eingehen werde.
Ich habe ihn schon vor 2 Wochen gesehen und ging, wie viele andere wahrscheinlich auch mit gemischten Gefühlen aus dem Kino.
Doch fangen wir am Anfang des Films an, ich persönlich fand den Angriff Smaugs auf Seestadt sehr gut gemacht, hier schaffte es der Film meine Vorstellung vom Angriff des Drachens gut umzusetzen und brachte auch gut die Hilflosigkeit der Einwohner, sowie die gesamte Grausamkeit und Tragik dieser Szene, rüber.
Die Art und Weise mit welcher Bart den schwarzen Pfeil abschießt mag wohl weit ab der Naturgesetze sein, dennoch war sein handeln in sich schlüssig und nachvollziehbar und ich empfand es gar nicht als sonderlich störend. Was mich jedoch störte war der fehlende Prolog und wenn der Angriff auf Esgaroth als solcher fungieren soll empfinde ich das als sehr schwach. Wir hatten bis jetzt in jedem Teil zuvor einen Prolog, sowohl im Hobbit als auch im Herr der Ringe und das fehlt mir einfach im dritten Teil.
Der Konflikt Thorins ist ganz gut umgesetzt, jedoch hätte man das in den beiden vorherigen Teilen noch besser vorbereiten können, indem man einfach mal auf etwas Aktion verzichtet hätte. Als Beispiel ist hier ein Gespräch zwischen Elrond und Gandalf zu nennen, im ersten Hobbit Teil, in welchem Elrond die Krankheit Thrors anspricht und anmerkt, dass auch Thorin an dieser leiden könnte.
Bevor ich gleich zu meinen drei größten Kritikpunkten komme, möchte ich noch betonen, dass der Film durchaus gute und sehr gute Szenen hatte und teilweise für kurze Zeit das Mittelerde Gefühl vermitteln konnte. Jedoch haben manche Sachen dieses ganz schnell wieder zerstört.
Zum einem ist es Alfred. Ja, er mag ja witzig sein und viele finden ihn sicherlich auch gut. Jedoch erkenne ich den Sinn nicht, der dahintersteckt, wenn man einen Charakter, der eigentlich nur für Lacher sorgen soll genauso viel und teilweise um einiges mehr Szenen hat, als ein Charakter der eigentlich eine Tragende Rolle spielen soll.
Als Fazit bleibt für mich bei diesem Punkt, dass Alfred durchaus witzig war, jedoch hat man ihm viel zu viel Zeit innerhalb der Geschichte gegeben und es ist sowieso fraglich wie viel Komik ich in einem Film brauche, der sich eigentlich um eine einzige große blutige Schlacht dreht.
Als zweiter Kritikpunkt muss ich hier Legolas anführen. Ja, ich habe mich Anfangs gefreut als es hieß, dass er im Hobbit zu sehen sei und fand es auch logisch. Jedoch rechnete ich damit, dass er während der Szenen im Düsterwald und der Schlacht der fünf Heere auftauchen würde. In Wirklichkeit war er jedoch eine Hauptrolle des Films.
Hierbei will ich gar nicht auf die übertriebenen Stunts eingehen, sondern nur darauf, dass es mich stört diese Rolle zu stark in die Geschichte reinzuschreiben und dafür andere fast komplett raus, hierbei Spiele ich auf Beorn an. Im original tötet er Bolg und rettet den sterbenden Thorin vom Schlachtfeld. Doch als ich den Film sah und Legolas Bolg tötete dachte ich mir nur eins: What the F*ck Jackson!"
Und als besagter Beorn einen 3 Sekunden auftritt im Film spendiert bekam war ich kurz davor aus dem Saal zu gehen.
Als dritter Kritikpunkt muss ich die Tode nennen. Als erstes bin ich erleichtert, das Jackson die sterben lässt die es auch müssen. Aber die Art und Weise war für mich nicht befriedigend, einzig Thorins Tod hatte für mich irgendwas Heldenhaftes.
Bei Fili und Kili war das für meinen Geschmack zu schnell, keine Verwundungen kein leiden, einfach ein Hieb und Tod.
Ich persönlich hätte es als deutlich emotionaler empfunden, wenn die beiden zuvor schon verwundet gewesen wären und das handeln, speziell bei Kili, noch viel aussichtsloser erschienen wäre und man gewusst hätte: Das kann der niemals schaffen, der stirbt. Warum muss er sich verwundet gegen Bolg stellen.
Da fehlt mir das was in Die Gefährten so gut umgesetzt wurde mit Boromirs Tod, die Aussichtslosigkeit der Lage und trotzdem diese Wille die Hobbits zu retten auch wenn er weiss, dass er es nicht schafft.

Um mal zu einmem Ende zu kommen, bleibt für mich nur ein kurzes Fazit. Der Film schafft es mich teilweise zurück nach Mittelerde zu bringen, doch hinterlässt er einen bitteren Nachgeschmack den in meinen Augen verschenkt dieser Film einfach Unmengen Potential.

Das war jetzt ziemlich viel Text und ich bedanke mich bei allen, die das bis hierhin gelesen haben. Im folgenden will ich nur noch kurz etwas anmerken bezüglich der SEE zum dritten Teil und zwar habe ich zu Weihnachten das neueste Weta Workshop Buch zum Hobbit bekommen und in diesem sind mir zwei Sachen aufgefallen.
Wer keine eventuellen Spoiler lesen will, der kann hier aufhören und bei dem Bedanke ich mich für das Lesen des Beitrags, ich hoffe er konnte Unterhalten und meine Sicht der dinge einigermaßen verständlich vermitteln.
Zum einen Gibt es einige Seiten, welche sich mit Beorn während der Schlacht auseinander setzten. Auf diesem sieht man einige Skizzen, die Beorn zeigen, wie er Thorin vor Orks rettet und vom Schlachtfeld rettet.(S.243-245)
Die zweite Sache die mir aufgefallen ist, ist die Totenfeier der Zwerge. ein Abschnitt heißt "Thorins Grab" auf diesen zwei Seiten sieht man ein Foto der Beerdigung und es kommt mir so vor, als ob diese bereits gedreht sei.(S.94f.)
Ich weiss das hat noch nichts zu bedeuten, sind meiner Meinung nach jedoch schon Hinweise, wer sich selbst ein Bild machen will kann das Buch ja einfach mal durchblättern. Die liegen eigentlich in jeder großen Buchhandlung rum.

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Pelztierchen
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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Pelztierchen » 29.12.2014, 00:37

Am ersten Weihnachtstag war ich dann auch mit meiner Freundin im Kino (...). Dachte die Leute haben alle Familien oder wenigstens einen warmen Platz zum schlafen, aber weit gefehlt, volle Bude in der Kleinstadt. Dieses 3D kann man sich bei 144 Minuten auch echt sparen. Da hatte New Line Cinema wohl Angst bei einem 2D Film nicht genug einnehmen zu können.
Wie man mit der schweren Brille zwei ein halb Stunden den Kopf hochhalten soll ist denen auch egal. Wenn sich die Technik wenigstens gelohnt hätte ok, aber die eine Szene wo Orkrist mir beinahe meinen Popcornbecher aufgeschlitzt hätte war es nicht wert. Das das Popcorn zu diesem Zeitpunkt noch da war macht deutlich das die Filmkritik auch nicht so ganz gut ausfallen wird.
Jetzt zum Film: Tendenziell hat er mir gut gefallen, viel Aktion, gute Kampfszenen, viel neuer Stoff für Figuren. Auf die Werwürmer freue ich mich schon am meisten. Da kaufe ich aber nur einen von, höchstens 2. Warum man aber von der Buchvorlage so abweichen muss, nur um am Ende einen Film mit sämtlichen Elementen vom Herrn der Ringe zu haben will mir nicht in den Kopf. Es gibt mMn genug Konflikte mit bestehenden Charakteren und die Schleifung von Dol Guldur mit reinzunehmen hätte schon genügt. Da wäre dann noch Platz für Haldir und einen Trupp Galadrimelben gewesen.
Der Hobbit hat versucht in die Fußstapfen von HDR zu stapfen und zwar genau und um jeden Preis. Beispielsweise die Szenen mit dem Meister von Seestadt und Alfrid. Hier wollte man wie bei Saruman und Grima im HDR die Böse Seite in den Fokus rücken. Schade, dass man dafür eine Person und eine Story erst erfinden muss und dabei dann so versagt.
Warum Alfrid so oft zu sehen ist? Weil es im HDR vor allem um die Menschen geht, die ja nun einemal im Hobbit- Buch viel zu kurz kommen. Darum wurde der Charakter des Bard (den hasse ich nach Tauriel am meisten) auch so breitgeschlagen. Der Darsteller sollte aber noch einmal ein paar Jahre Schauspielunterricht nehmen, der war noch nicht bereit für eine Hauptrolle, hat mich null überzeugt. Alfrid dagegen war großartig. Ich hoffe von dem kommen noch 3-4 Posen raus. Er hat wohl eine Wandlung durchgemacht, von Aufsässig zu loyal (wenn auch nachlässig) wieder zurück zu Aufsässig. Schade, dass die Menschen in dieser Triologie keine eigene Meinung hatten.
Der Tod von Tauriel hätte dem Charakter wenigstens etwas Tiefgang gegeben. Viel auf die Nase hat sie auch nicht bekommen und etwas von Wert getötet hat sie auch nicht. Überhaupt der Liebesgeschichte von Aragorn und Arwen etwas so billiges nachzuwerfen war total überflüssig. Und dann noch ohne Happy-End. Meine Freundin war vielleicht sauer! Und ich muss das ganze dann ausbaden. Ein Sterblicher liebt eine unerreichbare, schönste der Elben und sie entscheidet sich gegen die Unsterblichkeit der Liebe willen (…) für ihn, im Herrn der Ringe und im Hobbit bekommt ein Vetter eines Möchtegerne Königs der Zwerge eine garstige Wach- Waldelbe nicht. Was für ein Vergleich. Die Athelas- Pflanze kommt auch wieder zum Einsatz und Gandalf muss wieder seinen Schutzschild rausholen. Das tänzelnde Pony scheint die beliebteste Gaststätte zwischen Bruchtal und den Grauen Häfen zu sein und am Anfang wird wieder eine alte Schlacht gezeigt. Haldirs Waldelbenhorn- Signal wurde bei der Hochelfen- Kavallerie recycelt, genau wie die Musik und dass sich Elben und Zwerge immer noch nicht mögen haben wir auch schon im Herrn der Ringe verstanden.
Was hat meiner Freundin am besten gefallen (außer, das der Film und die Reihe endlich vorbei waren)? Die Szene mit Legolas, wo er die Trümmerteile hoch rennt. Diese habe ich aus Mangel von guten Szenen auch nicht zu den negativen gezählt.
Wenn Peter von eine Triologie macht bin ich Gott sei Dank schon Ü40 und zu alt für diesen (...)

Fabulas
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Re: The Hobbit - Der Film

Beitragvon Fabulas » 30.12.2014, 12:56

Hi,

es ist eigentlich schon alles zum Inhalt gesagt ... trotzdem ein Satz in eigener Sache ...

... diese Kinoversion entstammt dem südlichen Ende eines nach Norden ziehenden Känguruhs ... was für eine herbe Enttäuschung ... nach Teil 2 war es eigentlich schwer, die Kiste noch weiter in den Dreck zu fahren ... aber P.J. hat`s geschafft ... :kotz: ... Glückwunsch ... !!

... kann man eigentlich sein Eintrittsgeld zurück verlangen ?

Grüße

Fabulas


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